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Nutzerbild Gordian Jenal

Bewegungsform

von Gordian Jenal - Montag, 18. Juli 2016, 13:07
 

Floristische Bewegungsformen sind von den Wuchsformen pflanzlicher Werkstoffe abgeleitet, die sich aus der Wachstumsbewegung und der Wuchsrichtung ergeben. Dabei werden oft nicht die ganzen Pflanzen betrachtet, sondern die jeweils davon verwendeten Teile, also Blütenstiele, Zweige, Blätter usw. Die Bewegungsformen geben Hinweise, wie und mit welchem Freiraum die Werkstoffe innerhalb eines Werkstücks optimal eingearbeitet werden. Man unterscheidet folgende Bewegungsformen:

  • aufstrebend
  • aufstrebend-einseitig-entfaltend
  • aufstrebend-allseitig-entfaltend
  • aufstrebend-lagernd-endend
  • basal-allseitig-entfaltend
  • ausschwingend
  • brüchig
  • spielend
  • abfließend
  • seitwärts-strebend
  • abwärts- rückschwingend
  • lagernd-sammelnd

Besonders zu beachten sind diese natürlichen Bewegungsformen in der vegetativen Gestaltungsart. Bewegungsformen von Gestaltungsmitteln können jedoch auch verändert werden. Außerdem kann man diese als Formbeschreibungen auf nichtpflanzliche Materialien, z. B. Bänder, Kerzen- und Gefäßformen, übertragen. In dieser allgemeinen und über den Werkstoff hinausgehenden Hinsicht sind Bewegungsformen für formal-lineares Gestalten von besonderer Bedeutung.

Nutzerbild Carolin Hetzel

Blähton

von Carolin Hetzel - Montag, 6. Juni 2016, 09:04
 

Blähton wird floristisch als Pflanzsubstrat in der Hydrokultur und zur Dränung eingesetzt. Im Übrigen ist er bei Dachbegrünungen und als Baustoffzuschlag (z. B. in Beton) verbreitet. Blähton wird aus kalkarmem Ton hergestellt und kugelförmig mit Durchmessern von ca. 2 bis 16 mm oder gebrochen und granuliert angeboten. Die Rohtonmasse enthält organische Bestandteile, die beim Brand bei etwa 1100 °C verbrennen und durch gasförmige Ausdehnung zur Porenbildung im Innern der Tonkugeln führen. Die Außenhüllen der Tonkugeln können dicht geschlossen sein, so dass keine kapillare Wasseraufnahme besteht, oder die Poren sind in gewissem Umfang offen, wodurch ca. 10 % Wasseraufnahme und eine kapillare Wassersteighöhe von bis zu 10 cm möglich sind. Durch den hohen Gas- bzw. Porenanteil (ca. 80 %) ist Blähton sehr leicht. Er verrottet nicht, ist chemisch neutral und hat nur eine schwache Pufferung. Daher ist in der Hydrokultur ein Ionenaustauschdünger erforderlich. Die für Blähton gebräuchliche Bezeichnung Lecaton kommt vom englischen lightweight expanded clay aggregates und bedeutet leichtgewichtiger, geblähter Ton-Zuschlag.

Nutzerbild Carolin Hetzel

Blattspreite

von Carolin Hetzel - Montag, 18. Juli 2016, 12:34
 
Die Blattspreite (Lamina) bildet in der Regel den flächigen Hauptteil des Blattes und wird oft als das eigentliche Blatt aufgefasst. Sie sitzt gestielt oder ungestielt am Spross. Die Blattspreite kann einfach und ungeteilt (z. B. Funkie) oder geteilt bzw. zusammengesetzt sein. Hierbei unterscheidet man fiederartig geteilte (z. B. Rose) und fingerförmig geteilte Blätter (z. B. Kastanie).